Gedanken zu meinem Berufsbild

Renaissance eines Kunsthandwerks: Zum Berufsbild der TätowiererInnen

Das gewerbliche gestochene Tattoo ist derart verbreitet, dass das Kunsthandwerk der Tätowierung eine Renaissance erlebt und sogar Einrichtungen wie Krankenkassen nicht umhin können, wertfrei die Vorgänge und die medizinischen Risiken in Broschüren darzulegen.

Mit dem Produkt „Tattoo“ an vielen, meist jugendlichen Körpern rückt auch das Berufsfeld der Produzierenden, der tätowierenden Männer und Frauen in das öffentliche Interesse.

Bis vor wenigen Jahren galt ein Tattoo in Europa ausschliesslich als Provokation und Protest;mittlerweile steht es von professioneller Hand gestochen anhaltend hoch im Kurs. Die Akzeptanz von Tätowierungen als Körper-Kunst ist integriert in die Welt der Mode und des Zeitgeistes zwischen Körperbewusstsein und Körperkult

Tätowierungen als populäre astethische Praxis wird neben Graffiti, Weihnachtsbasteleien,
Wohnzimmergemälden und Kleingartenskulpturen etc. von der Kulturwissenschaft zur „Volkskunst“ gezählt.

Diese ästhetischen Praxisformen stehen als kreative Opposition zu Serienprodukten und Massenmoden, zum Teil sind sie aber auch in Form und Inhalt von ihnen geprägt